|
Alkohol in Arzneimitteln
Viele pflanzliche Arzneimittel, die
in flüssiger Form angeboten werden, enthalten
Alkohol.
Dies hat folgende
Gründe:
- Um bei pflanzlichen Arzneimitteln einen hohen
Wirkstoffgehalt zu erzielen, ist der Einsatz von
Alkohol als Auszugsmittel bei der Herstellung
häufig unverzichtbar.
- Alkohol ist ein natürliches
Konservierungsmittel, das auch nach Anbruch der Flasche
die Haltbarkeit des Arzneimittels gewährleistet.
- Durch den Einsatz von Alkohol werden
- künstliche Konservierungsmittel
und
- andere Lösungsmittel
vermieden - Stoffe also, die unter Umständen
Allergien oder sonstige unerwünschte Nebeneffekte
auslösen können.
Kann es durch die
ordnungsgemäße Einnahme alkoholhaltiger
Arzneimittel zu Schädigungen kommen?
Sie sollten wissen:
- Alkohol ist ein natürliches
Stoffwechselprodukt. Auch ohne Einnahme von Alkohol
beträgt der Alkoholgehalt des menschlichen Blutes
immer ca. 0.03 Promille.
- Die Alkoholmenge, die man mit einer Einzeldosis
eines alkoholhaltigen Arzneimittels aufnimmt, ist so
gering, daß dieser Alkohol innerhalb weniger
Minuten im Körper abgebaut wird. Eine
Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems tritt
in diesen Fällen nicht ein.
- Es gilt als gesichert, daß Alkohol in
Arzneimitteln nicht als Wegbereiter für eine
Alkoholabhängigkeit dient.
- Alkohol ist natürlicher Bestandteil vieler
Lebensmittel: Eine Reihe von Nahrungsmitteln des
täglichen Gebrauchs enthalten Alkohol. So
trägt der durchschnittliche Alkoholgehalt von Brot
2 - 4 g pro kg, von Sauerkraut 3 - 6 g pro kg. Auch in
Fruchtsäften wie z.B. Orangensaft sind
zulässigerweise bis zu 3 g Alkohol pro Liter
enthalten, in Traubensäften bis zu 10 g pro Liter.
- Alkoholhaltige Medikamente sind so dosiert,
daß beim bestimmungsmäßigen Gebrauch
z. T. weit weniger Alkohol aufgenommen wird als beim
Verzehr üblicher Mengen von Lebensmitteln.
Dr.
G. Deicke und sein Gesundheits-Team
|